Der Empfangssaal des Schlosses von Malmaison sah nicht immer so aus wie heute. Er hat seit dem 19. Jahrhundert mehrere Verwandlungen durchgemacht.
1800 wurden erstmals neue Möbel bei den Gebrüdern Jacob (Môbeltischler) bestellt. Es handelte sich um 2 Sofas, 2 Lehnsessel, 8 Sessel und 12 Stühle aus Mahagoniholz mit ägyptischen Figuren..
1811 beschloss die Kaiserin Josephine, ihr Mobiliar zu erneuern. Jacob-Desmalter lieferten folglich 2 kleine Sofas, 8 grosse Sessel in Gondelform, 12 Stühle, 6 Hocker mit X-Gestell und 2 Hocker mit Beinen nach Malmaison. Die Möbel waren aus weiss gestrichenem Holz mit Goldverzierung und Polstern aus bestickter weisser Seide mit einem doppelten, ineinander verwobenen J und einer Rosenkrone als Zierde. Nach dem Tod von Josephine betrachtete Eugen die Möbel als Familienerbe und liess sie nach München bringen. Sie stehen heute im Schloss Nymphenburg, aber nicht mehr mit dem Originalbezug.
Die Möbel, die heute den Salon von Malmaison schmücken, stammen aus dem Palast Saint-Cloud und wurden 1802 bei den Gebrüdern
Jacob für den Salon der Kaiserin in Auftrag gegeben. Es handelt sich um 8 Sessel, 4 Stühle und 2 keine Sofas aus vergoldetem Holz mit gebogener Rückenlehne und ägyptischen Figuren an den Armlehnen, sowie zwei Hocker (6 weitere Mahagonistühle, die ebenfalls zu diesem Mobiliar gehören, werden in der Reserve aufbewahrt). Diese Möbel liess Napoléon III im Jahre 1866 ins Schloss bringen.
Sie wurden mit einem gelben Stoff Gros de Tours mit Medaillons und Fliedersträussen bezogen, der 1812 von Jean-Pierre Seguin in Lyon für den 4. kleinen Salon der Gemächer von Napoleon I im Schloss von Versailles gewebt worden war, in dieser Epoche aber nicht benutzt wurde. Die Muster der Sessel fanden 1819 bei der Herzogin von Angoulême in Saint-Cloud erneut Verwendung. Die Sitzmöbel erhielten später, im Jahre 1866, als Sie nach Malmaison gebracht wurden, Bezüge mit dem Wandbehangsmuster.
Heute stehen diese Möbel im Goldenen Saal von Malmaison. Sie wurden seit dem Zweiten Kaiserreich nicht mehr restauriert. Die Farben sind zwar noch gut erhalten, aber die Stoffe sind stark abgenutzt.
Claudette Joannis, Konservatorin des Kulturerbes - château de Malmaison- 2006
Mit den bislang gesammelten Spenden konnten im Herbst 2008 erste Webarbeiten bei Prelle in Auftrag gegeben werden. Die Struktur- und Farbversuche haben erlaubt, die Klarstellung des Gros de Tours à médaillon abzuschließen 8 erste Gründe sind im April 2008 gewoben worden.
September 2009, nach der Restaurierung der Vergoldung, vier Stühle haben Broché-Gewebe wiedererlangen.
Addresse : Association pour la restauration du mobilier napoléonien, 1 rue du Général Foy, 75008 Paris, Tél: 33.1.53.04.35.00, e_mail:sauvezlesalondore@gmail.com
Alle Rechte vorbehalten. Die Nutzung aller oder eines Teils der Bilder auf dieser Seite mit allen Mitteln ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Gesellschaft Prelle et Cie verboten